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Kanaren bieten paradiesische FloraDank der Segnungen des Passats und der hohen Felsmassive im Inneren treffen auf engstem Raum völlig verschiedene Klimazonen aufeinander. Dies begünstigt das Vorkommen unterschiedlichster Vegetationen. Im Norden der Insel findet man aufgrund der reichlichen Niederschläge eine üppige immergrüne Landschaft vor, im Süden hingegen ist es heißer, sehr trocken und die Vegetation daher eher karg. Wer die Ruhe liebt, aber auch nicht auf Abwechslung verzichten möchte, für wen Kultur mehr als der Besuch nobler Fresstempel ist, der wird im Norden gut aufgehoben sein. Sonnenanbeter und Discogänger mögen den Süden vorziehen. Wenn man bedenkt, dass auf den Kanarischen Inseln 670 endemische Arten - also ursprünglich von dort stammende Pflanzen bekannt sind - und dass eine Unmenge von einst eingeführten und inzwischen heimisch gewordenen Pflanzen hinzukommt, dann kann man die Vielfalt der hiesigen Vegetation erahnen. Der hohe Anteil an endemischen Pflanzen - es sind immerhin 47 Prozent - ist auf die abgeschlossene Insellage zurückzuführen. Man begegnet mitunter kleinen botanischen Wundern - so wachsen Erika- und Heidestrauch hier als Baum. Diese fremdartige und reizvolle Pflanzenwelt zieht viele in ihren Bann. Teneriffa verfügt aufgrund des Klimas, der Exposition sowie der Höhenlagen über insgesamt sieben Vegetationszonen:
Die genannten Zonen befinden sich entsprechend dem Passatnebel unter, in oder über den Wolken. In der unteren Zone, besonders in der Gischtzone der Steilfelsen, findet man dickblättrige Doldenblütler, weiter hinauf Euphorbien, Lotusarten, Tamarisken, Tabaibas und Rosettengewächse mit distelfleischigen Blättern. Im trockenen Südteil der Insel herrschen dichte Vegetationsdecken mit trockenheitsliebenden und stacheligen Sträuchern vor. Hier wachsen Echiumarten, Balo-Sträucher, Kandelaber-Euphorbien und Opuntien. Im frühlingshaften Klima werden im Norden Bananen und im Osten Tomaten abgebaut. In Gewächshäusern werden Blütenpflanzen wie Bromelien, Nelken, Chrysanthemen, Strelitzien, Rosen und Kakteen gezüchtet. In den höheren Regionen wachsen Mandelbäume, Eßkastanien, Feigen, Geranien, Pelargonien, Akazien, Eukalyptus-, riesige Gummi- und uralte Drachenbäume, die in ihrer pittoresken und bizarren Schönheit eher wie Fossile wirken. Auch die sehr robuste Kanarische Kiefer findet man dort vor. In den oberen Formationen gibt es Mastixsträucher, verschiedene endemische Nadelbaumarten, Lorbeerwälder, Heidekrautbäume, Kanarische Ebenholzbäume, Stinkholz-, Avocado- und Palo-Blanco-Bäume. Ein besonderes Fascinosum sind die vielen botanischen Gärten. Dort blüht in vielen Farben die Bougainvillea, eine aus Südamerika eingeführte Kletterpflanze. Und der in unseren Breiten als Topfpflanze gezogene Weihnachtsstern wird hier leicht drei Meter hoch. Daneben gedeihen Aloe, Hibiskus und Agaven ebenso wie Hauswurz, Palisander und Falscher Pfeffer. Natürlich wird auf Gran Canaria auch allerlei geerntet: Bananen, Zitronen, Orangen, Datteln, Mangos, Papayas, Avocados, Kiwis, Feigenkaktusfrüchte, Granatäpfel, Pampelmusen... Die hier angeführten Namen stehen nur für einen winzigen Ausschnitt aus der Vielfalt der Pflanzenwelt des kleinen Eilands. Dickleibige Bücher wurden über seine Flora verfasst, doch vermögen sie deren Schönheit allenfalls ansatzweise zu vermitteln. Darum erleben Sie selbst! Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
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