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Der Passat-Wind auf den Kanarischen Inseln
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Wetter, Wetter, Wetter – Schuld am Klima und den meteorologischen Verhältnissen auf den Kanaren trägt der Passat. Dank seines Vorkommens läßt es sich dort ganz gut leben. Bei den Inseln finden sich von Ost nach West und Nord nach Süd die verschiedenartigsten Klima- und Landschaftszonen. Das macht sie zu regelrechten "Minikontinenten". Ausnahmen sind Fuerteventura und Lanzarote, auf denen die Gebirge fehlen, um die klimatischen Gegensätze der verschiedenen Jahreszeiten auszugleichen. So ist das Klima dort trockener, die Landschaft karger.
Die klimatischen Verhältnisse auf den Kanarischen Inseln gehören zu den besten der Welt, und von den sieben Inseln hat Teneriffa die ausgewogensten. Die Landschaft hingegen ist voller Kontraste: Im Norden eine fruchtbare Region mit üppiger subtropischer Vegetation, im Westen und Südwesten Steilküsten mit Felsen bis zu 600 m Höhe. Im Inneren Gebirge mit Gipfeln und der berühmte „El Teide“ mit seinen imposanten 3.718m Höhe, im Süden Steinwüste und Steppe, an den Küsten schwarze Sandstrände.
Zum Verständnis des Kanarenklimas hier nun ein klein wenig Wetterkunde. Warme und feuchte Äquatorialluft steigt über dem Atlantik hoch und wird in 15.000 m Höhe nordostwärts getrieben. Über Marokko - zwischen dem 25. und 35. Grad nördlicher Breite - fällt die inzwischen abgekühlte Luft nach unten und strömt durch Sogwirkung als Passat wieder zurück in Richtung Äquator. Durch die physikalischen Trägheitskräfte, denen die Erde als rotierender Körper unterliegt, fließen diese Luftmassen von Nordwesten dem Äquator zu. Dabei kommt der Passat gewissermaßen im Vorübergehen (span. "pasar" - "vorübergehen") als angenehme, mit feuchter Luft gesättigte Brise auf den Kanaren an. Schon der alte Homer sprach vom Passat als dem "wohlig warmen Hauch des lieblichen Säuselwindes". (Und so säuselt er noch heute.)
An einer Grenzschicht in 1.500 m Höhe entsteht der "bruma", zu Deutsch: Nebel. Die Passatwolken, die sich nun gebildet haben, kühlen ab - während sie in Richtung Gebirge getrieben werden - und kondensieren an Felsen und Pflanzen, insbesondere in den Kiefernwäldern, die nun die über den Kamm drängenden Wolken "melken". Dabei setzt sich der Regen an den bis zu 30 cm langen Nadeln der Bäume ab und versickert - im Fallen zu feinsten Tröpfchen zerstäubt- , im Waldboden, macht diesen fruchtbar und geht ins Grundwasser.
Die Gebirge, die sich dem Passat entgegenstellen, fungieren als Wetterscheide. Auf der südlichen Seite der höchsten Gebirgszonen wird der Passat nun zum Fallwind, der sich erwärmt und Feuchtigkeit aufnimmt. So entstand im Süden eine Trockenzone mit ungehinderter Sonneneinstrahlung.
Im Winter machen sich auch die über Nordafrika liegenden Kältehochdruckgebiete bemerkbar. Begünstigt durch die Abschwächung der Westwinddrift und des Passats kann es zum Einfließen kontinentaler Kälte kommen. Die zuletzt genannten Wetterlagen treten aber nur an wenigen Tagen des Jahres auf und tangieren den Urlauber kaum. Die Statistik kann das bestätigen.
Übers ganze Jahr Sommer - und die paar Ausnahmen bestätigen die Regel!
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