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Puerto de la Cruz stellt sich vorDem Charme von Puerto de la Cruz erliegt mit schöner Regelmäßigkeit jeder, der diese Stadt an der Nordküste auch nur kurz betreten hat. Die Frage ist eben, gereicht ihr dies nun zum Fluch oder zum Segen? Puerte, wie die beliebteste Ferienstadt Teneriffas von Einheimischen und Gästen kurz genannt wird, ist mit mehr als 30.000 Hotelbetten das größte Ferienzentrum im Norden der Insel, doch eigenartigerweise wird der Flair dieses Ortes nicht von den Auswüchsen des Massentourismus allzusehr in Mitleidenschaft gezogen. Vielleicht liegt es auch daran, daß man sich lange genug auf den Ansturm der Gäste vorbereiten konnte. Ursprünglich diente der Flecken lediglich als Hafen für das wenige Kilometer oberhalb gelegene La Orotava, Zentrum des gleichnamigen fruchtbaren Hangtales, das schon kurz nach der spanischen Besetzung zu einiger wirtschaftlicher Bedeutung gelangt war. Als ein Vulkanausbruch 1706 den eigentlich wichtigsten Inselhafen, Garachico, zerstörte, war Puerto de la Orotava die einzige Möglichkeit zur Verschiffung des besonders bei den Engländern beliebten Malvasierweins, den beispielsweise auch Shakespeare in höchsten Tönen lobte. Ob nun betuchte Liebhaber des Malvasier einmal das Anbaugebiet kennenlernen wollten oder ob die Kunde vom milden Klima und der traumhaft schönen Landschaft die ersten Briten nach Puerto de la Cruz lockte mag dahingestellt sein, jedenfalls entstanden noch vor der Jahrhundertwende die ersten Pensionen, und 1892 wurde dann als erstes Hotel das hoch über dem Ort thronende „Taoro“ eingeweiht. Eigentlich war der Bau als Sanatorium konzipiert, heute lockt er als vornehmes Spielcasino Zocker aus aller Herren Länder. Dem in den 50er Jahren mit dem Aufkommen des Charterfluges einsetzenden Touristenbooms sind in Puerto eine ganze Reihe alter Häuser und Fischerhütten zum Opfer gefallen, an deren Stelle wurden die ersten Hotelklötze und Apartmenthäuser hochgezogen, die schließlich nicht ganz so massiv wirken, wenn man sie aus einigem Abstand, beispielsweise von dem herrlichen Aussichtsort Los Llanos de la Paz, aus betrachtet. Trotz aller Bauwut sind eine sehr schöne Altstadt mit kleinen Bars und gemütlichen Restaurants, ehrwürdige Kirchen, kleine Parks und ein allabendlich quirliges Zentrum geblieben. Gerade dies unterscheidet Puerto wohltuend von den Touristen-Hochburgen im Süden, zumal sich heute die Touristenunterkünfte auch mehr in den Hanglagen der Stadt, umgeben meist von Parkanlagen, finden und sich auch das touristische Klientel um einiges von dem unterscheidet, das in Los Cristianos oder Playa de las Américas rumlümmelt. Hatte die Stadt noch lange Zeit das Manko fehlender Bademöglichkeiten, so wurde dies 1977 bestens ausgeglichen mit einer von dem kanarischen Stararchitekten César Manrique geschaffenen 33.000 Quadratmeter großen Wasserlandschaft, hinter der die Fluten des Atlantiks nur ohnmächtig anprallen. Jeder Besucher von Puerto findet sich irgendwann unweigerlich auf der Paseo San Telmo, einer der schönsten Flaniermeilen der Stadt, wieder. Ausgehend von dem kleinen Kirchlein San Telmo, oder wem das zur besseren Orientierung reicht, von dem Platz mit dem McDonald-Schuppen, führt sie direkt in die Altstadt, zur einen Seite gesäumt von Läden und Restaurants, zur anderen von tosender Meeresgischt. Gar nicht zu bezahlen ist der Blick, der sich dem Gast eines dort in die Klippen gebauten Lokals bietet. Über mittelalterliches Pflaster gelangt der Stadtbummler wohl auch zum Hafen, wo sich an den Wochenenden unglaublich viele Einheimische zum Baden einfinden, und dann zum Plaza del Charco, dem Krabbenplatz. Der soll so heißen, weil sich dort bis zu seiner Trockenlegung die kleinen Meerestierchen in Unmengen eingefunden hatten. Heute treffen sich dort in ringsum liegenden Bars, Cafes und Restaurants besonders abends Unmengen von Einheimischen und Touristen, und wer live und in Farbe einmal Chaos total hautnah erleben möchte, der muß diesen Platz zur Karnevalszeit besuchen. Wer es gerne geruhsamer angehen möchte, dem sei beispielsweise der Besuch des Botanischen Gartens im Stadtteil La Paz empfohlen. Besonders Pflanzenliebhaber finden dort eine unglaubliche Vielzahl exotischer Gewächse (mehr als 3.000 Arten!) die von spanischen Seeleuten und Eroberern aus fernen Ländern mitgebracht wurden. Noch heute gedeihen davon einige Prachtexemplare, die vor 200 Jahren, als der Botánico angelegt wurde, als kleine Setzlinge gepflanzt wurden. Der Botanische Garten ist ab 9.00 Uhr morgens den ganzen Tag geöffnet. Er schließt um 18.00 Uhr. Wer schließlich nicht im LORO PARQUE war, der war nicht in Puerto. Der Clou in der zauberhaften Parkanlage am westlichen Ende der Stadt sind natürlich die Papageien und ihre Show. Auch die Delphinnummern sind einmalig auf der Welt! Kino Lorovision, ein Nervenkitzel! Orchideenhaus: ein Traum aus über 2000 exotischen Blüten! Es gibt auch einen afrikanischen Markt, auf dem die kunstgewerblichen Handarbeiten des schwarzen Kontinents - in diesem Fall direkt aus Gambia nach Teneriffa gebracht - gekauft werden können: handgeschnitzte afrikanische Figuren, Batiken, Lederwaren, Bilder etc. Das Grillrestaurant, die Cafeteria, die Eisdiele, der Fotograf, der Souvenirladen, alle Papageien, die sechs Delphine, die Seelöwen, der längste Haifischtunnel der Welt, die Fledermausgrotte und die Krokodile sowie das originale Thai-Dorf freuen sich auf Ihren Besuch!
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.
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